FAQs

Was Sie schon immer über Genjus KI wissen wollten

Hier finden Sie die Antwort ...
  • Genjus KI ist ein KI-gestützter Recherche-Assistent, der speziell für den österreichischen Rechtsmarkt entwickelt wurde – der den Arbeitsalltag von Jurist:innen in Ausbildung und Praxis wesentlich vereinfacht.
  • Die Lösung beantwortet komplexe juristische Fragen in natürlicher Sprache zum österreichischen Recht und liefert in Sekundenschnelle präzise, zitierfähige Fundstellen, zeigt Volltexte direkt an und fasst Inhalte kompakt zusammen. Sie analysiert Entscheidungen, Gesetzestexte sowie Fachliteratur und ordnet Ergebnisse effizient Akten oder Arbeitsprozessen zu.
  • Dabei garantiert Genjus KI höchste Datensicherheit: Eingaben von Nutzer:innen werden nicht gespeichert, urheberrechtlich geschützte Inhalte nicht für Trainingszwecke verwendet. Alle Antworten basieren ausschließlich auf geprüften, vertrauenswürdigen Quellen – darunter alle aktuellen MANZ-Publikationen, öffentliche Datenbanken wie RIS, Findok, EUR-Lex sowie künftig parlamentarische Materialien und lizenzierte Fachliteratur österreichischer Partnerverlage.

Aktuellste Version: 2.3

Mit der Version 2.3 wurde Genjus KI um weitere Funktionen zur Recherchetransparenz und Dokumentenverarbeitung erweitert. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:

  • OCR-Unterstützung beim Dokumentenupload: Neben textbasierten PDFs können nun auch gescannte oder fotografierte PDF-Dokumente verarbeitet werden. Die enthaltenen Texte werden automatisch erkannt und für die Recherche sowie Antwortgenerierung berücksichtigt.
  • Zeitraumfilter für zukünftige Rechtslagen: Der Zeitraumfilter unterstützt nun auch zukünftige Normen. Dadurch können bevorstehende Rechtsänderungen gezielt recherchiert werden.
  • Mehr Transparenz bei verwendeten Filtern: Nach der Anfragegenerierung werden erkannte und angewendete Filter angezeigt. Dies umfasst sowohl manuell gesetzte als auch automatisch erkannte Filter und erhöht die Nachvollziehbarkeit der Recherche.

Genjus KI ist ein Assistent für juristische Fachkräfte, der nach dem Prinzip „Human in the Loop“ arbeitet. Dies bedeutet, dass ausgebildete Jurist:innen die von der KI bereitgestellten Antworten prüfen und bewerten, um deren Korrektheit und Vollständigkeit sicherzustellen. Die Nutzung von Genjus KI ist daher nicht für juristische Laien oder Verbraucher:innen vorgesehen, da diese Zielgruppen nicht in der Lage sind, eine fachkundige Überprüfung der Antworten zu gewährleisten.

Die Edition Jupiter ist die Standardvariante von Genjus KI. Sie ermöglicht die Recherche in der MANZ-Wissensdatenbank und beantwortet juristische Fachfragen auf Basis dieser Inhalte. Im Gegensatz zur Edition Mars können in der Edition Jupiter keine eigenen Dokumente hochgeladen und in die Recherche einbezogen werden.

Die Edition Mars erweitert Genjus KI um die Möglichkeit, eigene Dokumente direkt in die Recherche einzubeziehen. Nutzer:innen können bis zu vier Dokumente gleichzeitig hochladen und ihre Fragen auf Basis der MANZ-Wissensdatenbank sowie der hochgeladenen Dokumente stellen. Pro Dokument werden aktuell maximal 100 Seiten bzw. 2 MB unterstützt.

Sobald Dokumente hochgeladen werden, erfolgt die Antwortgenerierung über das Sprachmodell Noxtua innerhalb der hochsicheren MANZ-Noxtua-Infrastruktur. Dadurch können die Inhalte der hochgeladenen Dokumente mit den verfügbaren juristischen Quellen kombiniert und in die Beantwortung der Fragestellung einbezogen werden.

Dabei werden die Inhalte der Dokumente automatisch analysiert und in die Antwortgenerierung integriert. Dank OCR-Unterstützung können auch gescannte oder fotografierte Dokumente verarbeitet werden. Die hochgeladenen Inhalte werden nur für die jeweilige Recherche verwendet und ermöglichen eine gezielte Auswertung von Schriftsätzen, Verträgen, Gutachten oder anderen juristischen Dokumenten im Kontext der bestehenden Fachquellen von Genjus KI.

Genjus KI unterstützt Rechtsanwender:innen mit zahlreichen Funktionen, die den Arbeitsalltag deutlich erleichtern:

  • Beantwortung juristischer Fachfragen in klarer, verständlicher Sprache.
  • Fokus-Recherche: Ein agentenbasiertes System, das komplexe Anfragen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.
  • Dokumentenupload (Edition Mars): Eigene Dokumente können direkt in die Recherche einbezogen werden.
  • Präzise Zitation der genutzten Quellen in jeder Antwort.
  • Direkte Anzeige der zitierten Volltexte in der Anwendung.
  • Kompakte Zusammenfassungen von Entscheidungen, Gesetzen und Kommentaren.
  • Websuche: Optionale Einbindung von ausgewählten, seriösen Webquellen (z.B. österreich.gv.at).
  • Tabellen- und PDF-Download: Erstellung von Vergleichstabellen (CSV-Export) und PDF-Download von Quelldokumenten, einzelner Antworten oder der gesamten Konversation.
  • Strukturierte Organisation: Rechercheergebnisse können Akten oder Arbeitsprozessen zugeordnet werden.
  • Täglich aktualisierte Inhalte – Fragen aus allen Rechtsgebieten werden stets auf Basis des aktuellen Rechtsstands beantwortet.
  • Verlässlichkeit durch geprüfte Quellen wie MANZ-Publikationen, RIS (ausgenommen BGBl), Findok, EUR-Lex sowie künftig Fachverlage.
    Hinweis: Normen, die im RIS noch nicht in konsolidierter Fassung vorliegen, werden derzeit nicht berücksichtigt.
  • Kein Speichern von Eingaben, keine Nutzung der Inhalte für KI-Training.

MANZ wird in Bezug auf Genjus KI als Anbieter im Sinne von Art. 3 Z 3 der KI-Verordnung eingestuft, jedoch nicht als Hochrisiko-KI gemäß Art. 6 Abs. 2 in Verbindung mit Z 8(a) Anhang III. Letztere Regelung betrifft bestimmte Entscheidungsunterstützungssysteme im Bereich der Rechtspflege. Diese Einschätzung basiert auf einem Gutachten, das MANZ speziell zu diesem Thema in Auftrag gegeben hat.

Bei Genjus KI kommt der Retrieval-Augmented-Generation (RAG)-Ansatz zum Einsatz. RAG verbindet die Suche nach Informationen in einer externen Datenquelle (MANZ-Wissensdatenbank) mit künstlicher Intelligenz zur Erstellung der Antworten. Zuerst werden passende Fakten aus einer externen Datenquelle (MANZ-Wissensdatenbank) herausgesucht, danach nutzt ein generatives Sprachmodell diese Infos, um eine verständliche und präzise Antwort zu formulieren. So entsteht eine Mischung aus Suche und kluger Textgenerierung.

Die MANZ-Wissensdatenbank verbindet juristische Inhalte wie Gesetze, Fachliteratur und Gerichtsentscheidungen zu einem umfassenden Netzwerk. Diese Inhalte werden in kleine Abschnitte (Text-Passagen) unterteilt, regelmäßig aktualisiert und mit wichtigen Zusatzinformationen ergänzt, z. B. dem Rechtsstand, der Gültigkeitsdauer sowie Verweisen auf andere Normen, Entscheidungen oder Literatur.

Die Datenbank bildet zudem die Rechtsordnung als ein interaktives Netzwerk ab. Dadurch wird sichtbar, wie Normen miteinander verknüpft sind, wie sie durch Gerichtsentscheidungen interpretiert wurden und welche Änderungen sie im Laufe der Zeit erfahren haben. Diese Struktur ermöglicht es der KI, die komplexen Beziehungen innerhalb der Rechtsordnung zu verstehen und präzise, aktuelle Antworten auf juristische Fragen zu liefern.

Der typische Prozess startet mit einer Anfrage(links) und besteht aus zwei Schritten:
Zuerst erfolgt die Suche oder das Abrufen von Informationen (Mitte) aus der MANZ-Wissensdatenbank. Dabei wird die Anfrage hybrid mittels einer Stichwortsuche (wie in der RDB) und mithilfe natürlicher Sprachverarbeitung (semantische Suche) abgesetzt, um passende Textabschnitte aus der MANZ Wissendatenbank in Bezug auf die Fragestellung herauszufinden. Anschließend (rechts) werden die gefundenen Textabschnitte (Text-Passagen) gemeinsam mit der ursprünglichen Frage in ein generatives Sprachmodell eingespeist, das daraus eine Antwort erstellt.

Edition Jupiter: Standardmäßig kommt GPT 5.4 von Open AI zur Generierung von Antworten zum Einsatz. Bei temporären Verfügbarkeitsengpässen erfolgt automatisch ein Wechsel auf Claude Sonnet 4.6 von Anthropic, um eine hohe Verfügbarkeit sicherzustellen.

Edition Mars: Bei Nutzung des Dokumentenuploads erfolgt die Antwortgenerierung über das Sprachmodell Noxtua innerhalb der hochsicheren MANZ-Noxtua-Infrastruktur.

Unter Eingaben (Input) sind die Fragen der User:innen sowie alle aufbereiteten Textpassagen aus der MANZ-Wissensdatenbank und gegebenenfalls hochgeladene Dokumente zu verstehen, die dem jeweiligen generativen Sprachmodell übergeben werden.

Unter Ausgaben (Output) ist die generierte Antwort des jeweiligen generativen Sprachmodells im Kontext zur Fragestellung unter Einbezug der bereitgestellten Textpassagen und gegebenenfalls hochgeladener Dokumente zu verstehen. 

Nein, die in Genjus KI eingesetzten generativen Sprachmodelle sind bereits vorab trainierte Sprachmodelle. Genjus KI verwendet diese Modelle ausschließlich dazu, um Antworten auf Fragen zu generieren. Dafür werden – je nach Fragestellung – passende Informationen aus der externen Wissensdatenbank von MANZ und bei Nutzung der Edition Mars zusätzlich Inhalte aus den hochgeladenen Dokumenten bereitgestellt (mittels des sogenannten RAG-Ansatzes). Das jeweilige Modell nutzt diese Informationen ausschließlich zur Beantwortung der Fragen – es speichert sie nicht und lernt auch nicht daraus. Ebenso lernt das jeweilige Modell nicht aus den Eingaben der Nutzer:innen, also weder aus den gestellten Fragen noch aus den geschilderten Sachverhalten.

Edition Jupiter
Bei der Edition Jupiter werden alle Daten, einschließlich Eingaben, Ausgaben und Textpassagen von unserem KI-Dienstleister Deepset innerhalbe einer Cloud-Infrastruktur in der Europäischen Union, gespeichert und verwaltet. 

Edition Mars
Bei der Nutzung der Edition Mars erfolgt die Verarbeitung ausschließlich auf Servern in Österreich und Deutschland. Die Textextraktion sowie die Speicherung von Chatverläufen und Referenzen erfolgen im Nextlayer-Rechenzentrum in Wien. Die Verarbeitung von Anfrage und Dokumentinhalten sowie die Antwortgenerierung erfolgen über die MANZ-Noxtua-Infrastruktur in Rechenzentren von DTAG/IONOS in Österreich oder Deutschland.

Wichtiger Hinweis: Hochgeladene Dokumente werden nicht dauerhaft gespeichert. Gespeichert werden ausschließlich Chatverläufe und daraus resultierende Referenzen gemäß den geltenden Nutzungsbedingungen

Nein, das System erhält keine diesbezügliche Information und es erfolgen auch keine personenbezogenen Auswertungen. Ihre Daten werden nur für die Anmeldung bei MANZ verarbeitet und nicht an unseren Dienstleister weitergeleitet. Die Fragen und Antworten werden ausschließlich zur Verbesserung der Qualität der generierten Ausgaben ausgewertet. Ein Rückschluss auf bestimmte User:innen ist nicht möglich. 

MANZ Genjus KI greift aktuell auf rund 74 Millionen Textpassagen aus Publikationen zu von:

  • MANZ Verlag (Inhalte aus der RDB Rechtsdatenbank)
  • Partnerverlage: Facultas, Kitzler Verlag/finanzverlag, Bank-Verlag, Jan Sramek Verlag sowie ausgewählte Inhalte des ÖGB-Verlags
  • RIS (Rechtsinformationssystem des Bundes: Normen aus Bund und Ländern, Entscheidungen aller Gerichte; ausgenommen: BGBl)
  • Findok (Finanzdokumentation)
  • EUR-Lex (Rechtsinformationssystem der Europäischen Union: EU-Verordnungen, EU-Richtlinien und Entscheidungen aller Gerichte der EU)


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In 2027 werden weitere Inhalte wie Parlamentsmaterialien ergänzt. Zudem wird über die Lizenzierung von Inhalten weiterer Partnerverlage verhandelt.

Die Fokus-Recherche ist ein intelligentes Agentensystem für komplexe Fragestellungen. Im Gegensatz zur Standard-Antwort arbeitet sie in drei Schritten:

  1. Analyse: Die KI zerlegt Ihre Anfrage in mehrere Teilaspekte und juristische Problemstellungen.
  2. Mehrstufige Suche: Es werden mehrere Suchvorgänge in der MANZ-Wissensdatenbank nacheinander ausgeführt, um ein Thema wirklich in der Tiefe zu erfassen.
  3. Qualitätsprüfung: Ein zweites KI-Modell bewertet die Relevanz der Quellen, bevor das Hauptmodell die finale, umfassende Antwort erstellt.

Aufgrund der hohen Rechenleistung ist die Antwortzeit etwas länger, dafür ist das Ergebnis deutlich tiefergehend.

Sämtliche Inhalte in Genjus KI werden täglich aktualisiert. Aufgrund der Nutzung von externen Schnittstellen kann es vorkommen, dass bestimmte Inhalte erst einen Werktag später zur Verfügung stehen.

Um qualitativ hochwertige Antworten liefern zu können, werden aktuelle Inhalte priorisiert behandelt. Je nach Themengebiet hat dies eine unterschiedliche Auswirkung auf die herangezogenen Quellen für die Beantwortung.

Die Zahlen (in aufsteigender Reihenfolge) in den Texten zitieren jene Quellen, die zum Formulieren der Antworten vom generativen Sprachmodell verwendet wurden. 

Bei Klick auf die Zahlen werden die Textpassagen aus den Dokumenten eingeblendet, aus denen die Antworten durch das generative Sprachmodell erstellt wurden.

Aufgrund der Dokumentaufbereitung in Textpassagen handelt es sich bei den Quellenangaben tatsächlich um unterschiedliche Textpassagen aus derselben Quelle bzw. demselben Dokument. Sollte eine Quelle öfters angeführt werden, hilft ein Klick darauf, um die herangezogene Textpassage einzusehen. 

Ja, Sie können nach dem Erhalt einer Antwort weitere Fragen stellen. Die Folgefragen sollten sich auf den Inhalt der Erstfrage beziehen. 
Die Anzahl der gestellten Folgefragen ist nicht begrenzt.

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Es können beliebig viele Fragen und Antworten unter Aktivitäten gespeichert werden. Die 150 letzten Aktivitäten werden für maximal 6 Monate gespeichert, danach automatisiert gelöscht. Selbst erstellte Ordner (unter "Meine Ordner") werden für maximal 24 Monate gespeichert.